- Modelle richtig fotografieren

Da man als Modellbauer sehr viel Zeit in ein Modell investiert, bin ich der Meinung, man sollte sich auch die Zeit nehmen das Modell richtig zu fotografieren und zu präsentieren.
Dieser kurze Bericht soll leicht und verständlich vermitteln, wie ich meine Bilder erstelle. Meine Bilder sind nicht nachträglich am PC bearbeitet worden. Sie wurden lediglich für das Internet komprimiert, da sie unkomprimiert eine Größe von ca. 5 MB hätten.

Das Wichtigste beim Fotografieren ist das Licht. Und da leider nicht jeden Tag die Sonne scheint, habe ich mir 2 Tageslichtlampen mit Stativen und Reflexschirmen zugelegt. Kosten hierfür betragen ca. 150 €.
Licht kann verschiedene Temperaturen haben. Man spricht dabei von der Farbtemperatur. Gute Tageslichtlampen haben eine Farbtemperatur von 6400K. Das bedeutet aber nicht, dass die Lampen heiß oder kalt sind, sondern was das Licht für eine Farbe hat. Bei dem folgenden Bild sieht man sehr schön, dass es einen Gelbstich hat.

 

Woran liegt das?
Ganz einfach: es wurde die falsche Beleuchtung gewählt. In diesem Fall wurde das Modell mit einer normalen Schreibtischlampe beleuchtet.

Das nächste Bild zeigt, wie ich meine Modelle beleuchte.

 

Das Licht scheint in die Reflexschirme, damit das Modell nicht direkt angestrahlt wird. Der Vorteil hierbei ist, dass die Schatten nicht so hart sind. Um das Modell richtig auszuleuchten sind mindestens 2 Lampen nötig. Bei nur einer Lampe würde das Modell nur einseitig beleuchtet werden und somit unschöne Schatten werfen.
Der Hintergrund ist frei wählbar. Ich bevorzuge weißen Karton, den ich nach hinten hochwölbe, um Kanten zu vermeiden.


Die Kameraeinstellungen sind ebenso wichtig wie die Wahl des richtigen Lichts. Den Blitz schalte ich immer aus, da es sonst zu einer harten Schattenbildung kommen würde, wie folgendes Bild zeigt.

 

Das gleiche Bild nur ohne Blitz.

Aber damit noch nicht genug. Die Iso-Einstellung der Kamera lasse ich auf "AUTO". Den EV-Wert verschiebe ich meistens auf +1,0 bis max. +1,3. Das hat zur Folge, dass die Bilder schön hell werden. Das spart mühsames Nachbearbeiten der Bilder. Zusätzlich stelle ich die Kamera auf ein Stativ und benutze den Selbstauslöser um leichte Unschärfen durch Verwackeln zu vermeiden.
Der Lohn für die Mühe sind dann Bilder wie diese:

 

 

 

Viel Spaß beim Bilder machen   :-)

Weitere Tips & Tricks gibt es hier.


 

top↑