- Sicherheitsgurte

Da in vielen Bausätzen leider keine Gurte beigelegt sind (bzw. nur als Decals), möchte ich in diesem Bericht zeigen, wie man das Modell mit Sicherheitsgurten enorm aufwerten kann. 

Die Mittel, die man hierfür benötigt, sind relativ leicht zu beschaffen und auch für einen schmalen Geldbeutel zu verkraften.

Zu beachten ist die Struktur der Gurte. Normale Gurte, wie sie jeder aus seinem Fahrzeug kennt, haben eine sehr feine Struktur. Hier würde ich die Verwendung von normalem Tape (Tamiya Abklebeband) als Gurtband empfehlen. Bei Gurten aus dem Rennsport ist die Struktur schon etwas ausgeprägter. Hier schwöre ich auf Leukosilk. Leukosilk ist ein Klebeband, welches normalerweise in der Medizin zum Einsatz kommt (zum Verkleben von Verbänden usw.).
Erwerben kann man dieses Klebeband in jeder Apotheke. Hierzu einfach in der Apotheke folgende PZN (Pharma Zentral Nummer) angeben.

Leukosilk 5m x 1,25cm PZN:0626219 Kosten hierfür ca. 2,70€
Leukosilk 5m x 2,50cm PZN:0626225 Kosten hierfür ca. 3,50€

Bei Risiken und Nebenwirkungen schlagen sie bitte ihren Arzt oder Apotheker.

Soviel zum Gurtband.
Als nächstes benötigen wir noch die Gurtschnallen und Ösen, welche man eigentlich in jedem gut sortierten Modellbaufachgeschäft oder Onlineshop bekommt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 5 € für eine Ätzteilplatine, mit der man einige Gurte herstellen kann.

Als erstes schneidet man ein ca. 15cm langes Stück Leukosilk ab und klebt dieses auf eine geeignete Unterlage.


Für solche Arbeiten macht sich eine kleine Glasfläche sehr gut. Nun stellt sich die Frage, welche Farbe die Gurte später bekommen sollen. Je nachdem, ob die Gurte schwarz oder rot werden sollen, wähle ich den passenden wasserfesten Edding aus. Das Leukosilk saugt die Farbe des Stiftes sehr gut und schnell auf, sodass ein äußerst realistisches Erscheinungsbild entsteht.

Von der Verwendung von Acryl- oder Email-Farben würde ich hier abraten, da die Struktur von der dicken Farbe zugeschwemmt werden würde.
Nun schneidet man von dem Band einen Streifen, der die Breite eines Gurtes hat, ab. Die Breite richtet sich natürlich nach dem jeweiligen Maßstab.

Nachdem man die gewünschten Gurtätzteile aus der Platine rausgetrennt und entgratet hat, beginnt der fummelige Teil der Arbeit, nämlich das Einfädeln der Gurte. Als sehr hilfreich erwies es sich hier, das Gurtband vorne spitz zuzuschneiden.

Erfolgreich durch die Lasche des Ätzteils gefädelt, wird nun das Band nach hinten umgeschlagen. Hier sollten ca. 5mm reichen. Durch die Klebekraft des Bandes hält dieses ausreichend für die weitere Verarbeitung.

 

Um Polster an den Gurten zu simulieren, schneidet man ein kleineres Stück aus, welches man von vorn auf die Gurte klebt und schlägt dieses nach hinten um. Auch hier richtet sich die Breite natürlich wieder nach dem gewählten Maßstab.

 

Nun kann man mit viel Weichmacher die Herstellerlogos der Gurte auf den Polstern aufbringen. Diese liegen meistens in Form von Decals den Bausätzen bei.

Je nachdem, welche Gurte nun erstellt werden sollen (4 Punkt, 6 Punkt oder normale Seriengurte), fertigt man nach diesem Prinzip weitere Gurtbänder an und verbaut diese anschließend im Fahrzeug.

Hier ein Bild, wie es später aussehen kann.


Viel Spaß beim Anschnallen.

Weitere Tips & Tricks gibt es hier.

 

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