- Mercedes Benz 230G

Firma: Italeri

Modell: Mercedes Benz 230G  Kit-Nr. 3692

Maßstab: 1:24

Der Benz soll sich später auf einer kleinen Grundplatte in einem stark benutzten Zustand präsentieren. Die gewählte Farbe wird rot sein. Evtl. spendiere ich dem Modell noch eine Fahrerfigur.

 

Das Modell:

 

Die Karosserie

 

 

Die einzelnen Gießäste

 

 

 

 

Die Decals + Gitter

 

Begonnen habe ich mit dem Entgraten der Karosserie. Die gezeigten Lüftungsschlitze waren nur angedeutet und wurden von mir geöffnet.

 

Hierzu fräst man das Material auf der Innenseite so dünn, dass die Teile zwischen den Streben fast von alleine raus fallen.

 

Die Karosserie in meiner Lackierkabine.

 

Die Küchenabzugshaube befördert den Sprühnebel nach draußen. Meine Lunge wirds mir danken.

 

Ich wählte bewußt eine graue Grundierung, weil der rote Lack später nicht so neu und kräftig leuchten soll.

 

 

 

 

An den Fugen und an Stellen, bei denen im Original mit Schattenbildung zu rechnen ist (z.B. unter den Stoßleisten) nebelte ich per Airbrush eine dünne schwarze Lackschicht drüber.

 

Das hat zur Folge, dass an diesen Stellen der spätere Lack etwas dunkler erscheint, und dass das Modell so etwas plastischer wirkt.

 

 

 

Nach der Grundierung erfolgte die erste Farbschicht (TS-49 von Tamiya).

Da der Lack jedoch durch die Sonne ausgeblichen dargestellt werden sollte, hellte ich den Lack durch Beimischen von weißer Farbe etwas auf.  

 

Auf den großen Flächen wie Dach, Motorhaube und Türen sprühte ich mit der Airbrushpistole einen leichten weißen Nebel auf, um diese Teile stärker ausgeblichen darzustellen.

 

 

Auf diesem Bild ist gut zu erkennen, wie die Farbe auf der Tür zur Mitte hin immer heller wird.

 

 

 

 

An der hinteren Dachecke schimmert noch schön etwas schwarz durch. Dadurch sieht das Dach schön vermodert aus und deutet darauf hin, dass es selten (bzw. gar nicht) gewaschen wurde.

 

 

 

Die Original-Rücksitzbank erschien mir etwas langweilig. Deshalb wollte ich sie mit einer Decke überziehen.

 

Hierfür verwendete ich ein dünnes Papier, welches man fast immer bei neuen Schuhen im Karton findet. Der Vorteil bei diesem Papier ist, dass es sehr dünn ist und dadurch wunderbare Falten wirft.

 

Das Papier klebte ich mit normalem Leim auf die Sitzbank und pinselte es anschließend mit Tamiya Flat Blue (XF-8) an. Nach dem Trocknen bürstete ich die Falten mit etwas weißer Ölfarbe trocken ab.

 

Im Innenraum erhielten die hinteren Radkästen eine Schicht roten Lack.

 

Da dunkler Teppich fast in jedem Modell Einzug findet, entschied ich mich hier für rehbraune Viskoseflocken. Hierzu pinselte ich vorab eine Schicht Humbrol Matt 186. Normalerweise benutze ich ungerne die Farben von Humbrol. Aber in diesem Fall ist die lange Trocknungszeit von Vorteil. Man kann dadurch nämlich den kompletten Fußbereich einpinseln und anschließend die Flocken streuen.

 

Mit einem kleinen Sieb streute ich die Flocken satt über die noch feuchte Farbe.

 

In der Zwischenzeit fertigte ich aus 1mm dickem Balsaholz den Bodenbelag für den Laderaum.

 

Das zugeschnittene Stück teilte ich in gleichmäßige Leisten.....

 

... und klebte diese auf dem Laderaumboden fest.

 

 

Das Armaturenbrett lackierte ich in seidenmatt-schwarz. Anschließend wurde auch dieses Teil mit weißer Ölfarbe trockengemalt. Nachdem die Decals für die Instrumente angebracht waren, wurden diese mit einem Tropfen UHU Office Pen versiegelt.

 

Da der Innenraum des Wagens auch einen lebendigen Eindruck erwecken soll, bastelte ich noch eine kleine Sonnenbrille. Das Gestell wurde aus Silberdraht gebogen. Die Gläser wurden mit einen Tropfen "Micro Kristal Klear" erstellt. Und da es ja eine Sonnenbrille werden sollte, wurden die Gläser noch mit einer dünnen Schicht "Tamiya Smoke X-19" eingepinselt.

 

 

 

Wie schon am Anfang erwähnt, soll das Modell später auf einer Grundplatte präsentiert werden. Da das Modell jedoch eine beachtliche Höhe besitzt, schnitt ich den Boden der Vitrine aus und klebte ihn tiefer ein. Hierzu verwendete ich eine Heißklebepistole.

 

 

 

Damit der Gips später mehr Halt hat, bohrte ich viele Löcher in die Platte.

 

Am oberen Straßenrand arbeitete ich ein paar Steine mit ein. Unten soll später ein kleiner Bach lang fließen.

 

 

 

Da sich der Eigentümer des Mercedes gerne im Gelände aufhält, sollte der Wagen über eine Seilwinde verfügen. Die Rolle für das Drahtseil drehte ich an meiner Drehmaschine.

 

Um Stoßleisten, Schweller und Radläufe zu lackieren, klebte ich das Modell in mühevoller Handarbeit ab.

 

 

Für die Nachbildung der Scheinwerfer besorgte ich mir ein paar Reflektoren für 3mm LED´s.

 

Da diese jedoch etwas zu groß waren, drehte ich sie an meiner Drehbank etwas kleiner.

 

Der Kühlergrill im Originalzustand.

 

Die Scheinwerferaufnahmen wurden geöffnet und neue Streugläser eingesetzt.

 

In der Zwischenzeit ging es am Modell weiter.

 

Zierleisten und Blinker wurden lackiert.

 

Und die Karosserie gealtert.

 

 

 

Die Grundplatte wurde auch etwas bepflanzt.

 

Zum Einsatz kamen Grasbüschel, Gras, Schilf, Moos und Farn von der Firma NOCH.

 

 

 

 

 

Das Wasser entstand mit "STILL WATER" von Vallejo.

 

Erste kleine Stellprobe.

 

 

 

Der Kofferraum wurde etwas mit Gerümpel vollgestopft.

 

 

Wie man die Holzmaserung der Kiste nachbilden kann, ist hier nachzulesen.

 

Nun ging es mit der Fahrerfigur weiter. Da das Bemalen von Figuren nicht zu meinen Stärken gehört, ist in diesem Bereich kein Knaller zu erwarten.

 

 

 

 

 

Die Leiter sowie den Dachgepäckträger baute ich aus 0,6mm Rundprofilen.

 

 

 

 

Die Reifen alterte ich mit Pigmenten. Dazu löste ich ein paar Pigmente in Tamiya Verdünnung auf und pinselte die Reifen damit ein. An den Reifenflanken wurden diese dann kurz vor dem Antrocknen mit einem kleinen Schwamm teilweise wieder abgewischt.

 

Um ein paar Gummifüße für meinen Dachgepäckträger zu produzieren, drehte ich an meiner Drehbank erstmal eine Form.

 

Dann nahm ich ein paar alte Gießäste zur Hand und erwärmte diese gleichmäßig über einer Kerze, bis der Gießast fast schmilzt.

 

Nun drückte ich den weichen Gießast in die Form und wartete kurz, bis er aushärtete.

 

Das ganze Spiel machte ich vier Mal.

 

Das überschüssige Material schliff ich mit einer Feile ab. Übrig blieben diese vier gleichmäßigen Teller.

 

In diese bohrte ich noch ein Loch und pinselte sie mattschwarz an.

 

Der angepinselte Dachgepäckträger mit den Gummifüßen.

 

Mein kleiner Schönling ist auch bereits fertig und wartet auf die erste Sitzprobe.

 

 

 

Die Scheinwerfer erhielten ihre Reflektoren und auf den Radkästen wurden noch die Blinker aufgeklebt.

 

Hier der Dachgepäckträger probehalber auf dem Dach.

 

 

Für den Innenraum formte ich noch eine Decke aus Milliput (wird noch angemalt).

 

Für die Seilwinde fertigte ich eine Halterung. Um diese fest zu verkleben, schnitt ich unterhalb der Stoßstange zwei Schlitze.

 

 

 

Die Achse der Seilwinde wurde nun mit Draht umwickelt und angelötet.

 

Da mein Fahrer (Manne) einen ordentlichen Bleifuß hat, bekam er gleich die passenden Kennzeichen (MPU). Das Schild mit dem "Manne" Schriftzug wird später hinter der Windschutzscheibe montiert.

Wie man solche Kennzeichen erstellt, ist HIER beschrieben.

 

Da mir der aus Kunststoff-Rundprofilen gebaute Dachgepäckträger nicht mehr 100 prozentig zusagte, besorgte ich mir eine Lötstation um diesen aus Metall neu zu bauen. Es handelt sich hierbei um eine Lötstation der Firma Toolcraft (ST-100 A). Die Leistung beträgt 100W und die Temperatur ist stufenlos von 150 bis 450 Grad regelbar.

 

 

Die ersten Lötversuche gingen sehr gut von der Hand.

 

 

Zum Vergleich: links - Kunststoff  /  rechts - Metall

 

Die Seilwinde ist nun in der Halterung befestigt.

 

Da ich keinen passenden Haken für die Seilwinde gefunden habe, formte ich mir selber einen aus Milliput.

 

Die Rücklichter in dem sonst ganz guten Bausatz sind absoluter Müll. Die Optik wird durch Auswurfmarken und Zapfen total versaut.

 

 

Nach langer Überlegung entschloss ich mich jedoch die Rücklichter als Ausgangsbasis zu nutzen. Hierzu schliff ich überstehende Ränder, Zapfen und Auswurfmarken weg (Fortsetzung folgt).

 

Um dem Dachgepäckträger auch einen Sinn zu geben, sollte auf diesem noch ein Ersatzrad Stellung beziehen. Damit das Rad auch vernünftig befestigt ist, baute ich eine Halterung. Die Gurte enstanden aus Leukosilk Klebeband. Die Ratsche ist ein Ätzteil aus dem Hause "Renaissance".

 

 

Nachdem die Zapfen und Auswurfmarken der Rücklichter weggeschliffen wurden, gravierte ich die Fugen in die Rückleuchten.

 

Als Grundlage für die Reflektoren schnitt ich mir zwei passende Stücken aus 0,1mm starker Aluminiumfolie zurecht. In diese bohrte ich dann je drei 0,8mm große Löcher für die Glühlampen.

 

Die geriffelte Oberfläche der Reflektoren läßt sich wunderbar aus der sehr dünnen Folie einer leckeren Nascherei nachbilden. Oftmals wird auch Zigarettenpapier verwendet. Dies ist aber aus meiner Sicht zu dick und zu grob strukturiert.

 

 

Die Folie klebte ich einfach mit etwas Leim auf die Unterlage. Anschließend setzte ich die kleinen Glühlämpchen ein. Wie man solche Glühlampen erstellen kann, ist HIER beschrieben.

 

Nun wurden die Gläser noch originalgetreu bemalt.

 

Und so sieht das fertige Rücklicht aus.

 

Die letzten Arbeiten am Modell sind vollbracht.

 

Der Dachgepäckträger hat seinen Platz bezogen und wurde fest mit der Karosserie verbunden.

 

Dezente Verschmutzungen runden das Erscheinungsbild ab.

 

Am Heck wurden Leiter und Rücklichter montiert.

 

 

 

Unter dem Lack blüht schon der Rost auf.

 

Bei wilden Fahrten im Gelände bleibt das Nummernschild nicht lange verschont.

 

Hier gehts zum fertigen Modell:

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